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STRAFRECHT

„Hier sind Krieger gefragt – dabei ist der Gegner nicht immer leicht auszumachen.“

HANS THEISEN ALS RECHTSANWALT IM STRAFRECHT
STRAFVERTEIDIGER AUS LEIDENSCHAFT IN DRESDEN

Strafrecht war schon immer meine große Leidenschaft. Als ich meine forensische Karriere in den achtziger Jahren begann, habe ich relativ bald meine Liebe zur Strafverteidigung entdeckt. Ich denke, dass es etwas daran liegt, dass ich schon immer ein rebellischer Geist war und als Strafverteidiger ist man in der schönen Situation, dass auf der Gegenseite nie jemand sitzt, der einem leid tut. Man kämpft sozusagen immer mit einem Gegner, bei dem es Spaß macht, sich daran zu messen:  Es ist der Staat selbst, der auf der Gegenseite ist.

Das bedeutet nicht, dass der Strafverteidiger ein Staatsfeind wäre. Das Gegenteil ist der Fall. Die Aufgabe, der Justiz entgegenzutreten und darüber zu wachen, dass der Mandant nur dann und nur in dem Maße bestraft wird, wie das ein Sachverhalt rechtfertigt, der entsprechend der Strafprozessordnung ordnungsgemäß ermittelt worden ist, ist den Rechtsanwälten (und einigen wenigen anderen) vom Staat zugewiesen worden. Gerade deswegen sind Anwälte auch Organe der Rechtspflege.

Gisela Friedrichsen, die Gerichtsreporterin des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL, hat einen meiner Strafrecht-Prozesse beobachtet. Ich kann Ihnen die Lektüre des Artikels Ein bisschen demütigen trotz meiner vielleicht verzeihlichen Eitelkeit doch guten Gewissens empfehlen: Es ist eine hervorragende Kritik an der Justiz, die sicher keinen Einzelfall betrifft. 

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Im Strafprozess geht es immer um das pralle Leben.

Das ist zwar nicht ganz richtig, denn wenn eine Geschwindigkeitsüberschreitung Gegenstand des Schuldvorwurfes ist, ist die anwaltliche Tätigkeit häufig nicht sehr spannend: In vielen Fällen stellt sich die Messung als nicht angreifbar heraus.

Aber egal ob es sich um ein einfaches Bußgeldverfahren handelt, um ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung in Größenordnung oder um einen Mordprozess –  der Strafprozess und das Ermittlungsverfahren sind von der Struktur her als Konflikt zwischen dem Bürger und Staat immer ähnlich gelagert:

Der Staat will in die Freiheitsrechte eines Bürgers mehr oder weniger massiv eingreifen, weil dieser angeblich Unrecht getan hat. Wenn das gar nicht stimmt oder das, was der Bürger getan hat, gar kein so großes Unrecht ist, wie es das Gericht aufgrund seiner Sicht auf das Ermittlungsergebnis sieht, dann ist es der Staat, der den Betroffenen Unrecht tut. In diesen Konflikt einzugreifen, ist für mich als Rechtsanwalt im Strafrecht immer wieder eine große Herausforderung.

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Freispruch oder mildes Urteil?

Das ist eine Frage, die sich in den wohl meisten Fällen gar nicht stellt. Wenn jemand von einem Ermittlungsverfahren betroffen ist, wird der Anwalt oft erst eingeschaltet, wenn es zu spät ist. Da bei uns auch Polizisten und Staatsanwälte ordentlich ausgebildet sind, gibt es eine statistische Wahrscheinlichkeit, dass der, in der im Fadenkreuz der Ermittlungsbehörden bereits als dringend tatverdächtig ausgemacht ist, vermutlich auch etwas ausgefressen hat. Wenn es anders wäre, müsste man darüber nachdenken, ob unsere Ermittler Nachhilfe bedürften. Deswegen geht es in sehr vielen Fällen bei einer Verteidigung eher darum, dafür zu sorgen, dass das Gericht auch all die Umstände betrachtet, die für den Betroffenen sprechen.

In diesem Zusammenhang spielt der so genannte „Deal“ eine große Rolle, der mit guten Gründen rechtspolitisch infrage gestellt werden kann. Als Verteidiger sollte man aber keine Rechtspolitik betreiben. Wenn es möglich ist, für den Mandanten ein mildes Urteil auszuhandeln, wäre es wenig klug, mit einer Konfliktverteidigung für eine harte Strafe zu sorgen.

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Mediation im Strafverfahren

Mediation im Strafverfahren ist ein Thema, dem ich mich als Mediator und Strafverteidiger natürlich gerne widme. Allerdings tut sich hier von Seiten der Justiz wenig. Größte Hemmnisse sind meines Erachtens die Köpfe der Betroffenen und hier vermutlich weniger die der Richter und Staatsanwälte als die der betroffenen Bürger und der Rechtsanwälte. Wenn jemand zu Unrecht einer Straftat bezichtigt wird, kommt für den Betroffenen eine Überlegung, Ausgleich mit dem Opfer zu suchen, nicht in Betracht.

Wenn – was aber auch vorkommt – jemand seine Beteiligung an einer Tat leugnet, dann nimmt er sich damit die Chance, sich bei dem Geschädigten zu entschuldigen und dadurch auch eine geringere Strafe zu bekommen.

Viele Kollegen scheuen die Auseinandersetzung mit dem Mandanten, der – trotz objektiv problematischer Beweislage – die Tat abstreitet. Das ist eine Stilfrage und in der Tat nicht immer leicht zu entscheiden. Bedacht werden sollte von den Betroffenen nur, dass es sich der Anwalt, der nicht mit seinem Mandanten um die Wahrheit ringt, einfach macht und der, der seinem Mandanten auch Dinge sagt, die dieser nicht hören will, sein Geld mühseliger verdient. Das muss nicht bedeuten, dass der, der es sich einfach macht, eine schlechte Leistung als Verteidiger bietet.

Sicher ist allerdings, dass eine gute Strategie zur Lösung eines Konfliktes im Allgemeinen und hier im Besonderen eine gute Strategie für eine Strafverteidigung nur auf einer fundierten Faktenanalyse entwickelt werden kann. Ergibt die Analyse der Fakten, dass man gute Argumente braucht, warum der Betroffene doch nicht der Täter ist, und hat man diese guten Argumente nicht, dann ist eine Verteidigung, die auch darin besteht, einen Ausgleich mit dem Opfer zu suchen, eine kluge Verteidigung.

Wenn man ein strafrechtliches Problem hat, ist es übrigens nicht schlecht, sich im Internet zu informieren, obwohl – wie wir inzwischen wissen – das Internet auch viele Falschinformationen bietet, die man nicht immer leicht erkennen kann. Zum Thema Körperverletzung finden Sie interessante Informationen unter 

 www.koerperverletzung.com

Kontakt Rechtsanwalt Hans Theisen, Dresden

Herzlichen Glückwunsch! Das ist der  ersten Schritt zu Lösung Ihres Konfliktes! 

Wählen Sie gern zwischen einer E-Mail oder einem Anruf unter 0351 418 90 711

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